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Gespräche mit unseren "zukünftigen" Studiendekan:innen 2021

insbesondere Gespräch mit Prof. Rietze für Gartenbau, als eine unserer "zukünftigen" Studiendekan:innen ab 2021 an der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie
Wann 14.06.2021
von 16:00 bis 17:30
Wo BBB
Name
Teilnehmer Frau Prof. Rietze
Johann Boxberger
Franz Uhlig
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iCal

 

Johann: Wie fanden sie die Amtszeit von Prof Günther?
Prof Rietze: Ich blickt im allgemeinen gut auf die Amtszeit zurück. Prof. Günther hat wohl nicht so ganz begriffen wie träge wir Pillnitzer sind. Er machte direkt zu Beginn seiner seiner Amtszeit Vorschläge, welche weitreichend und nicht immer umsetzbar waren. Die anderen in der Stuko haben die Vorschläge weder gelesen noch gut diskutiert, was ich sehr schade finde. Allerdings waren seine Änderungswünsche auch schwierig um zu setzten. Als Studiengangsbeauftragte Gartenbau, nach der Gründung der HTW, bin ich mit 9 Jahre in dieser Position allerdings auch äußerst änderungserfahren. Problematisch sind mmn die bis zu 5 folgenden Jahre, in denen Studierende noch nach alten PO´s studieren, was mitunter eine enorme Mehrbelastung für die Lehrenden darstellen kann. Den Garten und Landschaftsbau hat er allerdings sehr gut vorwärtsgebracht. Prof. Lenz hatte, in seiner Position als Studiendekan das kooperative Studium eingeführt und Prof Günther hat diese Entwicklung gut fortgeführt. Er wollte sogar noch wesentlich mehr, als nur die Einführung eines neuen Moduls und die Schwerpunktänderungen in anderen Modulen, die es schlussendlich mit der Änderung der Studien-und Prüfungsordnung geworden sind. Meiner Ansicht nach hätte man nicht gleich die ganze SPO ändern müssen. Das hat viel Wirbel an der Fakultät verursacht. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit den Änderungen. Ich hätte es auch begrüßt, wenn er als Studiendekan weitergemacht hätte. 
Johann: Was möchten sie zukünftig ändern bzw. beibehalten?
Prof Rietze: Ich tendiere ja dazu, die jetzt akkreditierte Studienordnung nicht zu ändern. Eventuell müssen einzelne Module im Curriculum anderes platziert werden. Dies ist alledings sehr Schwierig, wegen der Abhängigkeit einiger Module von der Vegetationszeit. Allerdings funktioniert das Studium auch erstmal so ganz gut. Meiner Meinung nach ist der Bachelor durchaus studierbar. Allerdings gestaltet sich das 7. Semester etwas zu arbeitsintensiv für die Studierenden. Die Abschlussarbeit parallel neben 2 Modulen und einer Projektarbeit lässt sich nur schwer vereinbaren. Die Bachelorarbeit sollte mehr Gewichtung erhalten. Dies lest sich aber wohl auch nur schwer realisieren. 
Johann: Wie sieht es mit den Mitgliedern der Stuko aus?
Prof Rietze: Ich hätte gern eine Gemeinsame StuKo für den Bachelor und den Master das ist auch die Meinung von Frau Vogel. Die StuKo soll öffentliche Tagen. Meiner Meinung noch muss mehr Einigkeit innerhalb der Stuko hergestellt werden. Dies festigt unsere Position innerhalb der Fakultät. Leider ist es nicht so einfach die StuKo mit gewillten Mitglieder zu füllen, da der Pool an potentiellen Lehrenden leider nicht besonders gut gefüllt ist. Eventuell ist eine Anpassung der Mitgliederzahl auf insgesamt 8 sinnvoll. Vorerts sollen allerdings alle Studentischen Mitglieder in der StuKo erhalten bleiben. Dies trifft auch für die Lehrende zu. Allerdings werde ich versuchen eine bessere "Altersstruktur" in der StuKo zu schaffen! Die Fachrichtugn der Studis ist mir in der StuKo nicht so wichtig. 
Johann: Sollen weiterhin alle Module evaluiert werden?
Prof Ritze: Ich habe bereits Druck von Seiten der Fakultätsleitung und den Mitarbeitern bekommen diesen Zustand wieder zu ändern, da ein Evaluierung  aller Module zu viel aufwand darstellt. Aber ich bin persönlich der Meinung, dass es sinnvoll ist, regelmäßig alle Module zu evaluieren. Bei der Freischaltung von 2 Modulen hatten wir 30% Rücklaufquote, jetzt haben wir  20-30%, was dafür spricht, dass die Studierenden daran interessiert sich an der Entwicklung des Studiengans zu beteiligen. Es gibt momentan auch trotz Corona kein Modul mit flächendekend zu harter Kritik. Alle Module wurden mit befriedigend bis gut bewertet worden. Mir ist der Aufwand der hinter den Evaluationen steht allerdings auch nicht ganz klar. 
Johann: Wie sieht die Zukunft des kooperativen Studiums aus?
Prof Rietze: Ich halte den Kontakt  mit dem Galabauverband, der zusammen mit uns für das kooperative Studium zuständig ist. Wir haben immer mehr anfragen diesbezüglich. Ich berate die Interessenten regelmäßig. Frau Wahner vom Verband vermittelt dann die Ausbildungsbetriebe. Ich sage den einzelnen aber immer ehrlich, dass es relativ stressig ist, in den Semesterferien noch eine Ausbildung zu absolvieren. Für viele klingt das kooperative Studium erstmal recht gut, aber es ist eben kein duales Studium. Den Studierenden wird nur ein halbes Jahr Lehrzeit erspart. Ich rate im Zweifel häufig auch dazu, vllt. doch die  ganze Ausbildung vor dem Studium mit verkürzter Lehrzeit zu absolvieren. Die Geldzahlungen für den Bildungsträger ist auch leider häufig ein Problem. Beworben werden soll das kooperative Studium allerdings trotzdem, das ist ja auch Werbung im allgemeinen für das Gartenbaustudium ist. 
Johann: Sind Erweiterungen des kooperativen Studiums auf den Produktionsbereich denkbar?
Prof Rietze: Die Nachfrage danach gibt es seitens der Studis häufig. Prof Lenz hat dahingehen allerdings schon resigniert. Wir bekommen leider keinen Bildungsträger für die Schulische Ausbildung dafür. Der Landesverband Gartenbau hat aber bisher eher keine Ambitionen gezeigt diesen Umstand zu ändern.
Franz: Welche Maßnahmen können bzw. wollen Sie treffen, um die Lehre Gartenlandschaftsbau sicherzustellen, im besonderen auch im Hinblick auf den längeren Ausfall von Prof Günther? 
Die Schaffung von neuen Stellen ist leider nicht möglich. Eine Entlastung kann allerdings nur über einen Lehrbeauftrag entstehen. Herr Voss und Dr. Pfau übernehmen das Modul Vertragswesen im Gartenlandschaftsbau und Kosten/Leistungsrechnung sehr gut. Dr. Pfau soll weiterhin Vertragswesen im Galabau übernehmen und Herr Voss die Kosten/Leistungsrechnung. Sie wollen auch beide weitermachen. Den Urbanen Gartenlandschaftsbau übernehme aktuell Herr Engellhard und Frau Seeliger vom Lfulg, aber diese Modul soll Herr Günther wieder übernehmen. 
Johann: Gibt es Bestrebungen die Technik im Technikzentrum besser auf den Gartenlandschaftsbau abzustimmen?
Prof Rietze: Leider ist das nicht der Fall. Aber wir bekommen demnächst einen Spiendelmäher für eine Intensivfläche im Kammeyergarten. Die Technik-Üba-Kurse finden weiterhin statt. Jedoch könnten in Zukunft personelle Schwierigkeiten beim Lfulg dazu führen, dass die Kurse nich mehr ohne weiteres stattfinden könne. Ein neuer Obstbautraktor als Ersatz für den Geräteträger befindent sich ebenfalls in der Anschaffung.
Außerdem wird es diesen Herbst einen neuen Kurs in Zusammenarbeit mit dem JKI geben, mit dem Schwerpunkt Züchtung und Genetik. 
Johann: Sehen Sie eine Möglichkeit, Weinbau wieder anzubieten, sei es auch nur als Wahlmodul bzw. Studium integrale oder einen kurzweiligen Kurs?
Prof Rietze: Wir haben dafür leider keinen guten Dozenten. Herr Großmann hört definitiv zum Ende des Semesters mit der Lehre auf. Ich werde mich aber beim Weingut Wackerbarth oder eventuell beim Lfulg diesbezüglich erkundigen. Wir hatten damals im Studium eine Kurs in Imkerei, bei einem nahegelegenen Staatsbetrieb. 
Franz: Wird es Fakultätsweite Einladung für die Sitzungen der StuKo geben?
Prof Rietze: Das lässt sich bestimmt einrichten. Ich erkundige mich bei meinem Mitarbeiter, der sich schlussendlich darum kümmern wird,
Außerdem haben wir die Namen der andere Kandidaten in der Fakultät erfahren können:
Rietze auch für Master
UM bleibt, wollen auch zwei Stukos bleiben, obwohl sie ebenfalls Druck bekommen haben dies zu ändern
AW macht Münch weiter. 
CI macht Frau Harre. 
Nächster Fakultätsrat: 06.07.2021
Kontaktmail lauch@stura mitgeteilt
 
 

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