Demonstrationen "Für weltoffenes Leben und Lernen" am 16. und 17.10.2016

Gemeinsame Pressemitteilung des StuRa HTW Dresden und des StuRa TU Dresden zu den Demonstrationen "Für weltoffenes Leben und Lernen" am 16. und 17.10.2016

 


Der Studentinnen- und Studentenrat der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden spricht sich für eine weltoffene Stadt Dresden aus und ruft alle Student*innen und Mitarbeiter*innen auf ein entsprechendes Zeichen zu setzten.

Durch den 3. Oktober ist erneut ein Bild in der Öffentlichkeit entstanden mit dem viele Bewohner*innen Dresdens nicht übereinstimmen. Neben dem Ruf der Stadt und entsprechenden Auswirkungen, ist das Klima zum Studieren und Leben in einer Umgebung allwöchentlicher Auswälzung fremdenfeindlicher Meinungsbekundung bedrückend.

Viel zu lange wurde weggesehen und nichts gegen die rassistische Radikalisierung in Dresden und ganz Deutschland getan. Nun jährt sich am Sonntag, den 16. Oktober der „Geburtstag“ von Pegida bereits das zweite Mal. Inzwischen scheint es fast so als hätte sich Dresden damit abgefunden.

Auch für den Großteil der Student*innen sind die montäglichen Spaziergänge samt ihrer Nebenwirkung zur Gewohnheit geworden. Als wissenschaftlicher Nachwuchs ist Diskriminierung für uns nicht hinnehmbar, egal ob in den Hochschulen oder in der gesamten Gesellschaft. Wir haben die Verantwortung und auch die Pflicht menschenverachtendem Hass entschieden entgegenzutreten.

Für unsere Studentinnen- und Studentenschaft rufen wir zum 16. Oktober 2016 zur Teilnahme an der Kundgebung und anschließenden Demonstration ab 11:00 Uhr am Friedrich-List-Platz vor der HTW Dresden auf.
Des Weiteren wird am Montag, den 17. Oktober 2016, unter dem Motto Herz statt Hetze ab 16:00 Uhr der langfristig vorbereitet Sternmarsch stattfinden. Diesem kann sich vom Fritz-Förster-Platz oder von unserer Kundgebung an der HTW Dresden aus angeschlossen werden. Dort werden Lehrende und Studierende der HTW Dresden auf dem Friedrich-List-Platz zum Thema sprechen.
Doch es reicht nicht sich nur an einem Tag der Hetze und dem Hass entgegen zu stellen. Jeden Tag müssen wir zeigen, dass eine weltoffene Gesellschaft wichtig für eine friedliche Zukunft mit Würde eines jeden Menschen ist. Insbesondere an Hochschulen – als Teil der Wissenschaft – soll das gelebte Kultur sein.

Sonya Klaus, Sprecherin des StuRa HTW Dresden, sagt dazu: "Ich habe bereits von Bekannten gehört, dass Dresden in den vergangenen zwei Jahren an Charme verloren hat. Dies ist nicht zu dulden! Dresden soll nicht im braunen versinken, sondern wieder bunter werden.". Jan-Malte Jacobsen, Geschäftsführung Hochschulpolitik des StuRa TU Dresden, ergänzt dazu "Lehre und Forschung profitieren in großem Maße von der globalen Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen. Daher ist es insbesondere für die Angehörigen der Hochschulen wichtig sich für eine weltoffene Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen.". Marcel Böhme, Sprecher des StuRa HTW Dresden, meint dazu abschließend "In der modernen, aufgeklärten Zeit sollte man denken, dass Toleranz und Respekt vor Mitmenschen, gleich welcher Herkunft, ein fester Bestandteil der Gesellschaft geworden sind. Traurigerweise stellen wir immer wieder fest, dass dies nicht selbstverständlich ist. Dresden ist oft in der Geschichte die Heimat vieler Menschen geworden, die in dem Streben nach einem gutem und zukunftssicheren Leben im Geiste vereint sind. Dementsprechend wird der derzeitige internationale Ruf Dresdens, dieser
lebenswerten Stadt zwischen Barock und Moderne, nicht gerecht, da Dresden viel mehr zu bieten hat als Vorurteile und Engstirnigkeit. Ich selbst freue mich Teil dieser lebendigen Stadt zu sein, denn: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein" Johann Wolfgang von Goethe (Faust, erster Teil)"

 

Dresden, 13.10.2016

 

Ansprechpartner*innen im StuRa HTW Dresden

Fragen zur Pressemitteilung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Sabine Loch
pr@stura.htw-dresden.de

Inhaltliche Fragen bitte an
Referat Hochschulpolitik
Matthias Jakobi
hopo@stura.htw-dresden.de

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