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Klasse statt Masse

Studierende setzen sich für nachhaltiges und gesund es Mensaessen ein.

Übergabe1

Dresden, den 31.05.2013: Hauptsache ein leckeres Steak auf dem Teller. Oder ist es Studierenden auch wichtig, zu wissen, woher das Essen auf ihrem Teller kommt? Eindeutiges Ja! Seit einem Jahr arbeiten 12 studentische Umweltreferate und Gruppen aus Ostdeutschland an einer Idee für nachhaltiges Mensaessen. Am 31.Mai 2013 übergaben studentische Vertreterinnen und Vertreter des Studentenrates der Technischen Universität Dresden, des Studentinnen- und Studentenrates der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und der TU Umwelt Initiative (TUUWI) das „Positionspapier für soziale und umweltgerechte Mensen in Ostdeutschland“ an Udo Lehmann, Geschäftsbereichsleiter Hochschulgastronomie des Studentenwerkes Dresden.

Das „Positionspapier für soziale und umweltgerechte Mensen in Ostdeutschland“, ein neunseitiges Dokument, legt verschiedene Aspekte für ein nachhaltiges Mensaessen dar. Unter anderem wird der Umgang mit Nutztieren, soziale Aspekte wie Kinderarbeit und der nachhaltige Umgang mit Energie und Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung beleuchtet. Das Positionspapier spricht sich gegen Massentierhaltung und die Behandlung von Nutztieren mit Antibiotika aus, da das die Bildung antibiotikaresistenter Erreger steigere. Im Dokument festgehalten ist auch die Problematik der langfristigen Gesundheitsgefährdung durch Lebensmittelzusatzstoffe, sowie die Belastung von Umwelt und Gesundheit durch chemische Pflanzenschutzmittel. Mögliche Lösungsansätze für den Einkauf von Lebensmitteln sehen die Initiatorinnen und Initiatoren des Papiers im Bezug regionaler Produkte, die maximal 200 Kilometer transportiert werden müssen und die Zubereitung von Gerichten mit saisonalem Obst und Gemüse, das ohne Gewächshaus und Beheizung angebaut wird. Die Botschaft der an der Initiative mitwirkenden Studierenden ist eindeutig: „fair, bio, regional, saisonal und pflanzlich.“ Das Studentenwerk solle in seinem zukünftigen Handeln berücksichtigen, dass „der Ernährung ein höherer Stellenwert im Leben gegeben und sich Zeit für Kauf und Genuss genommen wird.“ Ein bewusstes und gesundes Essverhalten bedeute Klasse statt Masse und steigere die Lebensqualität.

Übergabe Gespräch Das Papier soll wegweisend für das Studentenwerk Dresden sein. Als Mitglied in der Einkaufskooperative Ost, ein Zusammenschluss ostdeutscher Mensen zum gemeinsamen Bezug von Lebensmitteln, sollen die Vertreterinnen und Vertreter des Studentenwerkes verstärkt auf Grundlage des Positionspapiers die gemeinsamen Einkäufe abstimmen.

Nach der offiziellen Übergabe, zu der auch die Mensaleitung der Neuen Mensa anwesend war, tauschten sich die Versammelten kurz mit Udo Lehmann über das Papier aus.

Ansprechperson im Studentinnen- und Studentenrat:

Allgemeines
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Diana Uhlmann
Tel.: (0) 351 462 32 49
oea@stura.htw-dresden.de

Inhaltliches
Bereich Ökologie (Referat Hochschulpolitik)
Patrick Pietsch
Tel.: (0) 351 462 32 49
oeko@stura.htw-dresden.de

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